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Ich spür´den Tod
(in der Szene)

Jede Stellung tut weh
jeder Kuss auf der Haut
die Hände im Haar
die Nähe der Fremden
es geht nicht um uns
nicht um unsere Seelen
es gibt kein´ Grund mehr
sich zu unterhalten
was zählt
ist Dein Körper
Dein Geschlecht
gebraucht
wird was schnelles
zum benutzen
wie alle es tun
leidenschaftslos
und gierig
in der Hoffnung auf Liebe
Freiheit
doch das Gefühl blutet aus
betäubt
von der Kälte
der Pornographie
quälen wir unser selbst
geleitet von den Anweisungen
unserer Erzieher
Bekannten
Vorbilder und Freunde
und den Blicken der Verwandten
saugen wir Vorschriften
die uns entgegenleuchten
Neongift
auf Werbetafeln
die heiligen Schriften des Alltags
die Alpträume beginnen
mit dem Schritt durch die Menschen
dem Ausdruck ihrer Gesichter
abgekühlt
oder listig lächelnd
reichen wir uns weiter
in den Phasen
schnellen Glücks
wir ficken jeden
den wir kriegen
die Gewalt
befällt die schwachen Massen
verstärkt sich
zu einer fressenden Seuche

Ich fühle Lust
Ich spüre Ekel
Ich fühle Fernweh
Ich spüre Gier
Ich fühle Sehnsucht
Ich spür´ den Kuss
Ich fühl´ die Droge
Ich spür den Tod


Alle Rechte des Textes liegen bei Sven Rebentisch!